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Rhododendronpark an der Stadthalle Görlitz
Von dort liefen wir durch den Stadtpark an blühenden Rhododendronbüschen entlang zum „Meridianstein“, eine Besonderheit der Stadt – hier wird die Mitteleuropäische Zeit bestimmt, weil der 15.Meridian – östlicher Länge mitten durch Görlitz verläuft. Seit 1945 liegt Görlitz im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien. Die Neiße trennt das alte Görlitz (60.000 Einwohner) von einer nach 1871 rechts der Neiße entstandenen Stadterweiterung, dem heute polnischen Zgorzelec (40.000 Einwohner). Mit unserem Personalausweis gingen wir über die Grenze und schauten uns u.a. die Oberlausitzer Gedenkhalle (1902), eine Art „Mini-Reichstag“ mit Säulenportal und hoher Kuppel an. Sehr interessant, aber es wurde immer heißer (32°C), die Uhr blieb nicht stehen und so verließen wir den polnischen Teil, um pünktlich gegen 13.00 Uhr im historischen Restaurant „Bürgerstübl“ in Görlitz zu sein. Dort erwartete uns als Mittagessen ein „Schlesisches Himmelreich“ … Dazu ein frisch gezapftes Bier …
Schlesisches Himmelreich
Die Peter und Paul-Kirche in Görlitz
Eine besondere Attraktion war das spätgotische Kielbogenportal (Flüsterbogen) mit Kreuzblume und zwei Maskenkonsolen aus dem Jahr 1500.
Blick auf den "Flüsterbogen"
Wir waren sehr beeindruckt von den vielen
schönen Baudenkmälern, aber wir mussten weiter, um noch einen Abstecher
in die Nikolaivorstadt zu machen. Die Sonne schien, das Thermometer
kletterte inzwischen auf 34°C, so dass wir mühsam die Nikolaikirche
(Sakralbau um 1100 erbaut) erreichten.
Nikolaifriedhof
Auf diesem Friedhof befindet sich auch das mit Lilien gepflegte Grab des Görlitzer Schuhmachers und Theosophen Jacob Böhme, der am 17. November 1624 starb.
Grab von Jacob Böhme
Wir haben sehr viel Schönes und
Interessantes von Görlitz gesehen und freuten uns
aber, als wir im gut klimatisierten Bus mit unserem
netten Fahrer spät abends gegen 22.00Uhr wieder in Spandau ankamen.
Hl. Grab
Jacob Böhmes Werkstatt
Boehmehaus an der Neiße
Der Anblick der in einem blanken Zinngefäß oder auch einer sogenannten Schusterkugel sich widerspiegelnden Sonne soll den philosophischen Schuster zu dem Grundgedanken seines Systems angeregt haben.
St. Peter und Paul Photos: H.Detering
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